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Neues Jahr - neues Glück?

Aktualisiert: 12. Jan.

Das neue Jahr ist noch ganz frisch und ich hoffe, dass Du gut gestartet bist. Vielleicht ganz bewusst mit Zielsetzungen, Wünschen und Ritualen, vielleicht auf einer großen Party, in einem anderen Land, oder Du hast Dich einfach so ganz gemütlich allein oder mit Deinen Liebsten zu Hause herübergleiten lassen.


Ich muss zugeben, dass ich mich direkt in den ersten Tagen dieses Jahres ein kleines bisschen in den Winter verliebt habe. Und als absolutes Sommerkind war ich selbst sehr überrascht. Aber die Stille, mit der die Schneeflocken auf die Erde gestreuselt werden, das Knirschen unter den Schuhsohlen und das glitzernde Tanzen der Sonne auf den schneebedeckten Flächen, haben mich neu berührt und fasziniert.


Wie unterschiedlich wir den Jahreswechsel auch gestaltet und erlebt haben, so gibt es doch eine Sache, die die meisten von uns sich vom neuen Jahr wünschen: die Hoffnung, glücklicher zu sein oder überhaupt glücklich zu werden.


Ich habe hier ein paar Impulse für Dich, die Dich dabei unterstützen können, dieses Jahr bewusster und glücklicher zu gestalten. Lese sie durch und nimm mit, was bei Dir auf Resonanz stößt.


Oberflächenwahrheit vs. Tiefenwahrheit

Hinter den meisten Wünschen, Zielen und Verhaltensweisen (vielleicht auch gerade hinter denen, die Du Dir fürs neue Jahr vorgenommen hast) steckt etwas mehr, als wir auf Anhieb sehen können. Wie bei einem Eisberg, bei dem nur die Spitze aus dem Wasser ragt und der Rest, der größte Teil, im Verborgenen liegt, so sind auch wir in unserem Leben oftmals auf zwei Ebenen unterwegs. Auf der oberen, sichtbaren Ebene (Oberflächenwahrheit), auf der wir denken, dass es wirklich um eine schlankere Figur, eine neue Partnerschaft und mehr materielle Güter geht. Auf der wir in unseren Beziehungen Streit anzetteln, den Nachbarn beschimpfen und die Chefin als inkompetent darstellen. Das ist die Ebene, die wir selbst gut sehen und wahrnehmen können. Wenn wir aber etwas genauer hinschauen, auf die zweite Ebene (Tiefenwahrheit), dann erkennen wir oft eine tieferliegende Wahrheit. Ich fange Streit an, weil ich es nicht aushalten kann, dass der Mensch, der mir so nahesteht, anders denkt als ich, und ich vor dem Gefühl der Ohnmacht davonlaufe. Oder ich verstehe, dass der Wunsch nach der Traumpartnerschaft eigentlich der Wunsch nach den Gefühlen von Dazugehörigkeit und Angenommensein ist. Ich bemerke, dass ich eigentlich nicht unbedingt ein neues Auto haben will, sondern mich frei und unabhängig fühlen möchte. Der Nachbar geht mir nur deshalb auf den Keks, weil er etwas lebt, was ich mir nicht zugestehe. Wie Du an den Beispielen vermutlich schon erkennst, geht es meist darum, bestimmte Gefühle zu erzeugen oder zu vermeiden sowie unsere wichtigsten psychischen Grundbedürfnisse nach Selbstwerterhöhung, Anerkennung, Bindung und Autonomie zu erfüllen. Wenn wir uns damit etwas mehr beschäftigen, dann können uns eine Menge wertvolle Erkenntnisse erreichen und wir können weniger von außen abhängig unser Leben gestalten. Wenn Du magst, dann stelle Dir dazu immer wieder reflektierende Fragen. Ganz unten habe ich ein paar Beispiele dafür.


Achte auf die „Stimmen in deinem Kopf“ und sei freundlich mit Dir

Ich weiß nicht, ob es Dir schon mal aufgefallen ist, aber wir alle haben den ganzen Tag so viele Gedanken und Stimmen in unserem Kopf, die uns durch unseren Alltag treiben und Momente von Ruhe oder Erfolg mit ihren spitzfindigen Kommentaren ziemlich kaputtmachen können. Bekannte Namen für diese Stimmen sind der innere Kritiker, die innere Antreiberin und der Zweifler. Für diese Anteile ist es immer zu wenig und nie gut genug. Sie haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung und ihren Wert, und wahrscheinlich wären wir ohne sie in unserem Leben nicht klargekommen oder mit dem Sofa verwachsen, aber es ist wichtig, dass wir sie kennenlernen und bewusst mit ihnen umgehen. Sonst peitschen sie uns durch unser Leben. Meiner Empfindung nach ist es so wichtig, dass wir mit uns selbst wohlwollend, milde und freundlich sind, und dass das der Grundton unserer inneren Welt sein darf. Erfahrungsgemäß kann es helfen, diesen kritischen Stimmen bewusst Raum zu geben (wie in einer Sprechstunde), sich für ihren Rat zu bedanken, sie aber nicht die ganze Zeit im Vordergrund zu lassen, auch wenn ihre eigentliche Absicht ist, uns zu beschützen. Manche Stimmen sind auch nicht unsere, sondern wir haben sie im Laufe unseres Lebens von anderen übernommen. Wann immer Du Dich in einer Situation wiederfindest, in der es Dir nicht gut geht, Du Dich gefangen, fremdbestimmt oder stark unter Druck fühlst, dann frage Dich: Welcher der inneren Anteile hatte bisher vorherrschend das Sagen, was hat Dich angetrieben, das zu tun? Und dann kehre wieder zu der Absicht zurück, Dich selbst gut zu behandeln, zu ermutigen und freundlich mit Dir zu sein.


Achtsamkeit und Jetzt-Momente

Erinnere Dich gerne mal an Lieblingsmomente in Deinem Leben. Ein verliebter Kuss, ein berauschendes Konzert, ein lauer Sommerabend, ein Sieg bei einem Turnier oder ein Spaziergang im Wald. Was auch immer es ist, ich vermute, dass die Momente alle eins gemeinsam haben: Du hast dabei die Zeit vergessen. Deine Aufmerksamkeit war ganz und gar im Hier und Jetzt. Das Gestern und das Morgen haben keine Rolle gespielt. Du hast Dich vollständig hingegeben und bist in einem Jetzt-Moment aufgegangen. Wir sehnen uns nach solchen Erlebnissen, auch wenn uns das nicht immer bewusst ist. Und meistens glauben wir, dass so etwas nur in außergewöhnlichen Situationen eintreffen kann. Aber versuche, solche Jetzt-Momente auch in Deinen normalen Alltag zu bringen. Du musst dafür nicht schwer verliebt oder an einem besonderen Ort sein. Werde immer wieder für einen Moment still, lass Deine Aufmerksamkeit im Augenblick ankommen und versuche für einen Moment einfach nichts an dem, was gerade ist, verändern zu wollen. Sei einfach präsent. Sobald ich in so einen Jetzt-Moment kehre, bedankt sich mein Körper und mein Nervensystem immer mit einem tiefen Einatmen oder Seufzen. Das ist sehr kraftvoll und kann mehr verändern, als Du vermutest.


Fragen zur Selbstreflektion:

-          Welcher meiner inneren Anteile ist gerade besonders im Vordergrund?

-          Welche tieferliegende Wahrheit steckt hinter meinem aktuellen Bestreben?

-          Welche Gefühle möchte ich gerade vermeiden oder erzeugen?

-          Worauf richte ich gerade meine Aufmerksamkeit?

-          Was verändert sich in meinem Leben, wenn ich voll präsent bin?

 

 

Mögen 2026 Deine Wünsche in Erfüllung gehen

Mögest Du all die Unterstützung erhalten, die Du brauchst

Mögest Du freundlich, milde und wohlwollend mit Dir sein

Mögest Du Dich selbst immer wieder mit Jetzt-Momenten beschenken

 

Wenn Du mehr über meine Arbeit erfahren oder mit mir in Kontakt treten möchtest, dann klicke hier:



 
 
 

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